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Freitag, 24. April 2015

Depressionen ...

... und wie es dazu kommen kann

Vielfältige Gründe können einfließen, wenn Menschen wankelmütig werden, sich zusehends verschließen und plötzlich mit sich und der Welt nicht mehr klarkommen. Oft sind es jedoch nicht ausschließlich seelischer Stress und Überforderung im alltäglichen Leben Ursache für eine Depression, sondern körperliche Gründe. Gesundheitliche Beeinträchtigungen, die oft jahrelang unentdeckt bleiben, sind der Hauptgrund, warum man letztendlich aus einem richtigen Tief nicht mehr nach oben kommt.

 Hierbei kann es sich zum Beispiel um eine Funktionsstörung der Schilddrüse handeln: das kleine Organ, das leider auch heute noch viel zu oft unterschätzt wird und mit dem die meisten Ärzte sich nur ganz oberflächlich "auskennen", ist zuständig für den gesamten Stoffwechsel im Körper, somit auch für erholsamen Schlaf, eine gute Verdauung und den Hormonhaushalt. Ist dieser gestört, stellen sich schnell Schlafstörungen ein (bis hin zur völligen Schlaflosigkeit), starke Erschöpfungszustände und chronische Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Angstzustände bis hin zu Panikattacken, Herz-Rhythmus-Störungen und Hautprobleme. Dies sind allerdings nur einige der Symptome, die bei einer Funktionsstörung der Schilddrüse auftreten können. Um abzuklären ob eine solche vorliegt, sollte ein Nuklearmediziner zu Rate gezogen werden.

 Allerdings sind auch sehr häufig Vitamin- und Nährstoffmängel Grund für Depressionen. Vitamin D3, B12, Eisen- oder Calciummangel können dazu führen, das sich aus einem Unwohlsein eine festgefahrene Depression entwickelt, da die auftretenden Symptome

Donnerstag, 23. April 2015

Warum so lange nicht online? - Krankheit durch "Qualifikation"

Liebe Leute... es ist eine so lange Geschichte, warum dieses schöne Blog so lange hat brach liegen müssen. Aber vielleicht hat geneigte/r LeserIn ja Zeit und Lust, sich diese Story "anzutun"?! Ich für meinen Teil würde mich freuen - und dem ein oder anderen unter euch wird es vielleicht sogar ein bissi helfen auf dem Weg der Genesung.

Ich habe schon seit fast 25 Jahren mit der Schilddrüse zu tun. Och jo, die einen winken schon ab und sind weg, die anderen lesen möglicherweise begierig weiter. Das ich nie (gesundheitliche) Probleme hatte behaupte ich nicht, aber das das wirkliche Chaos - nein, die Hölle - erst begann, nachdem ich mich einer Komplett-OP unterzogen habe (03.09.2013) ist wahr. Wie die OP verlief - und vor allem das, was vor der OP so abgegangen ist - das habe ich in einem anderen Blog verfaßt, denn das sprengt den Rahmen dieses Blogs! Somit versuche ich, die gesundheitliche Problematik mal kurz zusammenzufassen (nach all den gefühlt unendlich vielen Arztbesuchen habe ich darin leider Übung!):

In einem Arztbrief (vom Nuklearmediziner) an meinen (damaligen/ehemaligen und langjährigen) Hausarzt stand, das meine Schilddrüse rausmüsse. Kurz und gut wegen heißer und kalter Knoten. Der Hausarzt, dem ich damals vertraute und den ich für kompetent hielt (böser Fehler!) seufte nur und meinte, die SD müsse eben raus, ich solle mir ein Krankenhaus suchen das mir "gefiele" (hahahaha) und mich operieren lassen. Naiv wie ich war (wohlgemerkt war) dachte ich mir: "Okay, ich gehe nach Hause, schlafe eine Nacht drüber und gleich am nächsten Tag mache ich einen Termin in einem Krankenhaus aus."
Gesagt, getan. Drei bis vier Wochen später hatte ich also diesen Termin, angeblich zur Vorsuntersuchung. Aber eine Untersuchung fand nicht statt, lediglich ein Gespräch mit einem Chirurgen, der sich als Koriphäre auf dem Gebiet der SD-Operationen bezeichnete (und auch als eine solche hier gilt). Es wurde ein OP Termin vereinbart und ein Termin zu einer Voruntersuchung (wie, schon wieder? dachte ich nur).
Die sogenannte Voruntersuchung beinhaltete lediglich eine kleine Blutuntersuchung des SD-Wertes TSH (der alleine nicht besonders aussagekräftig ist). Ich wurde zu einer Anästhäsistin geschickt, die mich nur fragte, wie viel ich ungefähr wiegen würde - gewogen wurde ich gar nicht. Da ich mich nie - nicht seit Ende der 80er Jahre - auf eine Waage gestellt hatte, konnte ich nicht wirklich eine exakte Angabe über mein Gewicht liefern. Die Narkoseärztin schrieb in ihren Bericht lediglich meine Angabe... die ja nicht aussagekräftig war.

Okay, kurz und gut: ich kam also zum OP-Termin ins Krankenhaus, war furchtbar nervös, hatte auf dem OP-Tisch eine schreckliche Panikattacke und wollte die OP nicht durchführen lassen. Ich wurde narkotisiert - mit mehreren Spritzen von Pflegern und der Narkoseärztin, während mir eine Atemmaske bei vollem Bewußtseit gewaltsam über das Gesicht gedrückt wurde. Ich schrie, das ich raus wolle, die OP absagen wolle, aber ich wurde festgebunden und festgehalten, bis mir die Lichter ausgingen (und das ist noch nett ausgedrückt und in Schnellform getippt, ihr Lieben).
Nach der OP war ich Stunden länger ko als ich hätte sein dürfen. Die OP sollte eine Stunde dauern, gegen 11 Uhr war ich ausgeknockt worden, um 17 Uhr wurde ich wieder wach. Na, da hatte die Narkose/pro Kilo Körpergewicht ja echt reingehauen. Als mein Freund - wie er mir später erzählte schon nervös geworden, öfter im Krankehaus angerufen, was mit mir los sei - bei mir war, redete ich völligen Stuss und Unsinn daher, völlig auf Droge... so muß ich geklungen haben. Eine eindeutig zu heftige Narkose.
Der Chirurg ließ anderntags noch ein paar Blutwerte checken, und nach 2,5 Tagen war ich wieder Zuhause. Leider hatte diese "Koriphäe" vergessen, mir SD-Hormone zu verordnen... nach 10 Tagen landete ich erneut im Krankenhaus (in einem anderen) aufgrund von ständigen Kreislaufzusammenbrüchen, extremen Schwindel, der Unfähigkeit Nahrung aufzunehmen, extremen Durstes (ich trank um die 4-6 Liter pro Tag)...

Puh, alles zu heftig, mich daran zu erinnern, ihr Lieben. :(  Mein Leben, wie ich es kannte, war vorbei. Ich zitterte, war nur noch müde und dennoch schlaflos. Binnen der kommenden 10 Wochen (nach der Schilddrüsen-OP) verlor ich 35 kg Gewicht. Wie gesagt, ich konnte keinerlei Nahrung aufnehmen, außer Wasser trinken. Ich war mehrmals im Krankenhaus, wurde von vermeintlichen Hausärzten (bzw. Internisten, wie die sich schimpfen) von 0 auf 100 bzw. 150 µg L-Thyroxin gesetzt (die Hormone, die die SD an sich produziert, wenn man denn eine hat, und die man zuführen muß, wenn die SD krank ist oder gar rausoperiert - wie gesagt, hier alles in Kurzform).

Meine Krankenhaus-Odysee endete im Dezember 2013 auf der Neurologischen, nachdem ich Doppelbilder sah und lediglich ein Lallen zustande brachte, statt sprechen zu können. Meine Motorik war so stark verlangsamt, das ich meinem Umfeld in Zeitlupe erschien, wobei ich selber dachte, niemals wieder ein Auge zutun zu können, so aufgekratzt fühlte ich mich innerlich. Ohne Abstützen auf meinen Freund konnte ich nicht mehr selber gehen, nicht mal die 3-4 Meter vom Wohnzimmer ins Schlaf- oder Badezimmer.
Ich wurde neurologisch komplett durchgecheckt, heraus kam, das ich "nur" unter einem starken Kaliummangel litt, der eben genau diese Symptome verursachte. Nachdem ich innerhalb meines 6-tägigen Aufenthalts im Krankenhaus mit Kalium aufgesättigt worden war, konnte ich wieder beginnen zu essen. Erst nur wenig, ganz langsam. Doch dies normalisierte sich nach einigen Wochen.

Leider (und nochmals leider) ist mein Leidensweg damit jedoch noch lange nicht beendet. Ich habe eine Polyneuropathie entwickelt, ein Leiden des zentralen Nervensystems. Ich renne seitdem von Arzt zu Arzt - und glaubt mir, es gibt so viele kassenärztliche Neurologen nicht, die fähig und vor allem willens sind, sich damit zu beschäftigen, habe mich mit so vielen sexistischen Ärzten auseinandersetzen müssen, das ich mich oft selber wundere, wie ich das noch psychisch durchstehen soll. -.-

Mir geht es nicht gut, aber besser. Ich werde stärker. Langsam, ganz langsam. Und ihr könnt das auch! :O)

Ich will kein Mitleid. Das ist Fehl am Platze. Mitgefühl wäre schön, aber wer spendet das noch gerne an Fremde, die man über das Internet mal "liest", die man ja eigentlich gar nicht kennt? Ich schreibe euch das hier nicht, weil ich jammern will. Das war einmal. Ich rechtfertige mich nicht. Rechtfertigung ist etwas, das ich nie kannte. Aber auskotzen muß man sich dürfen. Zumindest in seiner eigenen Welt.
Ich erzähle euch das, weil es euch - wenn auch dem oder anderen in anderer Form - vielleicht auch schlecht geht. Weil wir alle leiden, an welchen Gebrechen auch immer. Weil wir alle ein wenig Mitgefühl brauchen, denn jeder hat sein Kreuz zu tragen, jeder hat eine Geschichte, jeder braucht bei Zeit Zuspruch.

Ich will euch nur sagen, das ihr an EUCH glauben müßt! Nicht an das, was jemand euch einfach erzählt, der behauptet, er wäre qualifiziert... oder von jemandem der sagt, er hätte eine gewisse Kompetenz... von jemandem, der meint er stünde über euch! Wenn es euch mit dem, was ihr tut, so wie ihr euch fühlt, wie es euch geht, gut fühlt, dann ist nur das wichtig. Dann ist es völlig schnurze, ob das Gegenüber ein Arzt ist oder sonstwer. In diesem Moment glaubt an euch! :O)

Was hilft, um gesund zu werden - ob geistig oder körperlich - ist vor allem der Austausch mit Betroffenen. Menschen wie Du und ich, Menschen, denen es ebenso geht. Menschen, die genau wissen, wie man sich fühlt, auch wenn die Lebenssituation anders ist. Das hilft! :)

Ich wünsche euch das Allerbeste all ihr da daußen, ihr unbekannten Wesen, ob gesund oder krank, ob ihr nun Arbeit habt oder nicht, egal unter was auch immer ihr leidet. Ihr seid alle wertvoll, ihr seid alle wichtig und ganz worscht was so ein Schnösel euch erzählen will, der meint, er wäre besser als ihr, dem glaubt einfach nicht. Lächelt, geht weg und macht euren eigenen Weg! Und so schwer es zu Anfang auch ist, so weh es auch tut: mit jedem Lächeln und Weggehen wird der nächste Schritt zur Genesung immer leichter! :O)


Dienstag, 18. September 2012

still still...

Ja, hier ist es sehr still geworden. Heißt aber net, das dieses Blog eingestellt werden soll. Beileibe nicht! ;) Es liegt nur ein wenig brach. Sei es, weil ich im Moment einfach keinen Nerv mehr auf den Klumbatsch hab, oder weil ich mich seit eineinhalb Wochen mit Migräne rumschlage und generell gesundheitlich angeschlagen bin.... meine Lust zu bloggen hält sich derzeit sehr in Grenzen, darunter leidet nicht nur dieses Blog.

Wie dem auch sei. Es gibt so einiges "nachzureichen", aber wie sagte mein Vater früher immer: "Das glaubt einem keiner, wenn man das im Club erzählt!" Wer diesen Spruch net kennen sollte (und ich bin mir sicher, das sind einige ;)): es besagt nichts anderes, als das so viele Dinge geschehen sind, die so absurd anmaßen, das sie an sich nur die Realität schreiben kann, sich einem allerdings die Haare zu Berge sträuben und man nur den Kopf darüber schütteln kann. So in der Art jedenfalls.

An dieser Stelle wünsche ich der Welt erstmal alles Gute. Bis ich mich dann wieder melde... weiß der Geier wann. In diesem Sinne: Kopp net hängen lassen!

Sonntag, 6. Mai 2012

-.-

Habe im Moment keine Lust, großartig zu schreiben. Es gibt zwar (sehr) gute Neuigkeiten, aber ich mag auch nix heraufbeschwören. Und ehe ich nicht Kohle auf dem Konto sehe, werde ich wohl hier auch kein Wort mehr äußern.

... jedenfalls nicht zu dem Thema! ;)

Jaaaa... stimmt, hatte vergessen zu erwähnen, was bei dem Termin bei der Neurologin rausgekommen war - bezüglich Therapieform, die ich anstreben sollte: nämlich nix. Sie meinte, ich solle Tabletten schlucken und

Dienstag, 13. März 2012

Angst...

... und was man dagegen tun kann


Eine kleine Geschichte der Angst

Bei mir begann die Angst 2001. Nach der Trennung von meinem Mann, bei dem ich in der Firma als Azubi angestellt war und wir bereits einen Architekten angagiert hatten, der einen Entwurf für eine (sehr große) Wohnung über der Firma erstellen sollte, stand ich mittellos vor dem Aus. Keine Arbeit mehr, kein Heim mehr, kein Mann mehr. Ich war 28 Jahre jung und völlig unselbständig. Meinem Exmann (über den ich nichts Gutes sagen kann und will) muß ich zugute halten, das er mir für die Wohnung, die ich nehmen mußte, wenigstens die Maklergebühr zahlte, sowie auch einige Möbel für mich bezahlte, die ich ja benötigte. In den ersten 4-6 Wochen ging er sogar einige Male groß mit mir einkaufen, damit ich Wasser und Lebensmittel, sowie Futter und Streu für meine Tiere hatte. Natürlich war dann irgendwann Schluss damit.

Ich begann aushilfsweise bei meinem Vater im Lokal zu jobben - Bezahlung gab es in Naturalien, ich konnte mir Frischkram (Salat, Tomaten, Käse etc.) mitnehmen, so viel ich wollte. Zu Beginn ging es mir noch ganz gut, der Schock hatte mich noch nicht erreicht. Doch nach ungefähr 2-3 Monaten eröffnete mir mein Vater,

Samstag, 10. März 2012

das Ding mit der Maßnahme

Dieses Jahr war ich - bis auf eine Woche - fast durchgehend krankgeschrieben. Sicher versuche ich selber, den Depressionen entgegenzuwirken. Manchmal klappt es ganz gut, manchmal eben nicht. Gestern hatte ich dann einen Gesprächstermin bei meiner Fallmanagerin. Ich brachte ihr den Attest von meinem Hausarzt (der, ehrlich gesagt, auch nicht so genau wußte, was er schreiben sollte) und teilte ihr mit, das ich Anfang April

Montag, 5. März 2012

bald wird sich alles regeln...

... hinsichtlich meiner Maßnahme. Ich bin immer noch krangeschrieben - morgen ein weiterer, mittlerweile wöchentlich erfolgender, Termin beim Hausarzt. Heute erreichte mich eine Termineinladung zur KomAV. Endlich kann ich die Nervosität ablegen, die mich in den letzten 2-3 Wochen ergriffen hatte. In dieser Zeit hatte ich meiner Fallmanagerin 2x eine e-Mail zukommen lassen; in der letzten Mail an sie habe ich meine gesundheitliche Situation geschildert, natürlich nur grob angerissen, denn ich neige ja bekanntlich zu langen,

Dienstag, 28. Februar 2012

mit ganz kleinen Schritten voran

Anfang April habe ich einen Termin bei einer Neurologin. Ich soll dort - lt. Therapiezentrum - einen Befund erstellen lassen, ob eine tiefenpsychologische Therapie für mich geeignet ist oder ich besser eine Verhaltenstherapie in Angriff nehmen soll. Was auch immer... Die Therapeuten hier sind ausgebucht. Es gibt keinen Termin vor Ablauf des Jahres. Naja, gut, ich habe natürlich nicht alle Therapeuten angerufen. Zum einen war ich schon bei einigen zu einem Erstgespräch, auch wenn dies etliche Jahre zurück liegt. Diese Ärzte kann ich getrost für eine langfristige Behandlung ausschließen. Zum anderen wäre es auch ein wenig

Samstag, 18. Februar 2012

immer noch krank...

... und das brauchte ich bei meinem Hausarzt gestern nicht einmal mehr ansprechen. Wir haben uns - wie vergangenen Montag schon - eine ganze Weile unterhalten. Ich kann nur erneut erwähnen, das es mir sehr gut tut zu wissen, das ich diesem Arzt vertrauen kann, und wie froh ich bin, das er kein Arzt ist, der einen nach ein paar Minuten aus dem Sprechzimmer "wirft", sondern der sich Zeit nimmt.

Mittwoch, 18. Januar 2012

F 32.9 G - Diagnose Depression

Eine Überraschung war es nicht. Sicher nicht, immerhin spüre ich selber ja, das etwas nicht stimmt. Depressionen begleiten mich seit über zwanzig Jahren.